Warum einen Förderkreis aufbauen?
Da das weltwärts-Programm lediglich zu 75% vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
bezuschusst wird, sind die Teilnehmer aufgerufen, einen privaten Förderkreis aufzubauen. Mit Hilfe der Spenden dieses Förderkreises leisten sie einen Beitrag zur Finanzierung ihres Freiwilligendienstes. Neben den Programmkosten (Kosten für Flug, Versicherung, Vorbereitung, Nachbereitung, etc.) nehmen im AFS die so genannten Organisationskosten einen großen Stellenwert ein: AFS ist ein ehrenamtlich basierter, gemeinnütziger Verein. Unsere Abteilung Freiwilligendienste in der Hamburger Geschäftsstelle umfasst zurzeit 5 hauptamtliche Mitarbeiter. Sie werden bei ihren Aufgaben von circa 40 aktiven Ehrenamtlichen unterstützt. Durch ein dichtes Netzwerk ist es somit möglich, all unsere Teilnehmer individuell und kompetent zu begleiten und zu betreuen. Dies umfasst z.B. auch einen 24 Stunden-Notfallservice. Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter werden durch Fortbildungen, Trainings und Schulungen auf ihre Aufgaben vorbereitet. Zu diesen Aufgaben gehören neben der Betreuung von Freiwilligen auch die Durchführung von Vorbereitungen und Nachbereitungen vor und nach dem Auslandsaufenthalt und vieles mehr. AFS verwendet einen Großteil seiner finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung dieser Ehrenamtlichenstruktur. Auch die Förderkreisgelder werden zu einem Teil hierfür eingesetzt; beispielsweise ist eine gute Vor- und Nachbereitung für unsere Freiwilligen nur mit einer geschulten und erfahrenen ehrenamtlichen Mitarbeiterschaft möglich. Als gemeinnützige Organisation macht AFS keinen Gewinn. Die Finanzierung geschieht durch Teilnehmerbeiträge, Mitgliedsspenden und Fördergeldern privater und staatlicher Stiftungen und Institutionen.

Was ist ein Förderkreis?
Ein Förderkreis besteht aus Menschen oder Institutionen, die bereit sind für die internationalen Freiwilligendienste,
also für das Engagement im Ausland und für den interkulturellen Austausch, einen bestimmten Geldbetrag an AFS zu spenden. Nur so kann AFS die Kosten für den weltwärts-Freiwilligendienst im Ausland decken. AFS ist ein ehrenamtlich basierter, gemeinnütziger Verein, der keinen Gewinn erwirtschaftet und daher kostendeckend arbeiten muss.

Wie läuft das Spenden für den Förderkreis ab?
Alle Teilnehmer werden als Spendenscouts aktiv und überweisen die akquirierten Spenden vor ihrer Ausreise an
AFS. Vor jeder Überweisung lässt der Spendenscout AFS eine Spenderliste zukommen, aus der hervorgeht, wer die
Spender sind und wie viel sie gespendet haben. Die Ausstellung und Zusendung der Zuwendungsbestätigung
(Spendenbescheinigung) erfolgt automatisch am Anfang des Folgejahres (rechtzeitig zur Steuererklärung).

Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Zum Finanzierungshintergrund:
Bei AFS Deutschland entstehen Kosten in diesen Bereichen:
Teilnehmer Beratung und Betreuung: Den Teilnehmern stehen hauptamtliche Regionalkoordinatoren für die Programmbetreuung und -koordination zur Verfügung. Weiteres Personal ist anteilig eingesetzt in der Buchhaltung, der Reisekoordination und dem IT-Support sowie in der Telefonberatung.
Es gibt einen hauptamtlichen 24-Stunden Notdienst für Teilnehmer und Eltern. Neben den Personalkosten fallen des Weiteren Verwaltungskosten an, wie Miete, Telefon-, Porto- und Kurierkosten, wie auch für Computer- Hard- und Software sowie sonstige Einrichtungen.
Für Werbematerialien (vor allem Broschüren) verwendet AFS übrigens nur etwa 0,2 % der Einnahmen aus den
Programmen.
Ehrenamtliche und Trainerausbildung: Auch ehrenamtliche Arbeit ist nicht kostenlos: Ehrenamtliche Mitarbeiter werden geschult und weitergebildet, damit sie die Teilnehmer später auch professionell betreuen können. Fahrtkosten zu Seminaren und Veranstaltungen werden den ehrenamtlichen Mitarbeitern erstattet.
Partnerbetreuung: Jede Einsatzstelle des weltwärts-Programms muss beim BMZ beantragt und genehmigt werden.
Wir beraten unsere Partnerorganisationen in den Gastländern bei der Auswahl der Einsatzstellen und stellen die
Anträge in Deutschland. Wir beraten unsere mittlerweile 20 Partnerorganisationen in allen Fragen der
Programmdurchführung und sind bei individuellen Teilnehmerberatungen, Einsatzplatzwechseln und Abbrüchen in
die Maßnahmen unserer Partnerorganisation einbezogen.
Die Kosten im Gastland setzen sich wie folgt zusammen:
Alle Angaben sind Durchschnittswerte. Da es erhebliche regionale Unterschiede gibt, können diese je nach Gastland
erheblich variieren!
Unsere Partnerorganisationen werden pauschal je Teilnehmer für ein Jahr im Voraus bezahlt. Ihre Arbeit beginnt
lange vor Eurer Ankunft vor allem mit der Suche und Bereitstellung der Einsatzplätze und von Gastfamilien.
Gastfamilien bekommen traditionell kein Geld von AFS, denn AFS sieht sie als Programmteilnehmer. Sie
bekommen durch euch, die Teilnehmerinnen die interkulturelle Erfahrung ins eigene Heim geliefert. Sie sehen die
Aufnahme von Gästen als Ehre und große Bereicherung ihres Familienlebens an.
Auch die Einsatzstellen bekommen in der Regel kein Geld. Im Gegenteil, es ist üblich, das sich die Projektorganisationen an euren Einsätzen z.B. durch Mittagessen, Fahrtkostenzuschüsse u.ä. beteiligen.
Wenn für Unterkünfte und Verpflegung bezahlt wird, so sind dies Ausnahmen die im Einzelfall und von Land zu Land unterschiedlich begründet sind. Würde AFS allen Teilnehmern diese Kosten separat zahlen, wäre das Programm mit den gegebenen Rahmenbedingungen nicht zu bezahlen.
Sind die Teilnehmer im Land angekommen sind weitere Kosten zu decken: Die Durchführung der On-Arrival,
Midstay und End-of-Stay-Orientations und die laufende Betreuung von Euch und den Einsatzstellen.
Dass diese Betreuung vielfach von lokalen Ehrenamtlichen geleistet wird ist ein besonderes Plus der AFS-Partner.
Ihr kommt so viel mehr mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt als wenn ihr deutsche Betreuer hättet. Eure
lokalen Betreuer empfinden es als große Ehre dass sie mit Freiwilligen aus Deutschland zu tun haben und euch bei
eurem Aufenthalt im Gastland unterstützen dürfen.
Zur Unterstützung der Betreuung vor Ort hat jede Partnerorganisation im Gastland mindestens eine Geschäftsstelle
mit hauptamtlichen Mitarbeitern, die individuelle Hilfestellung bei größeren Problemen leistet, die
programmbezogenen Aktivitäten organisiert und 24/7-Notdienst aufrecht erhält. Sie ist auch für den Aufbau und
Erhalt der Ehrenamtlichenstruktur zuständig.
Die direkten Teilnehmerkosten setzen sich so zusammen:
Vor- und Nachbereitung: Bei der Durchführung der Veranstaltungen entstehen Kosten für Unterkunft und Verpflegung in Jugendherbergen, für Trainerhonorare sowie die Fahrtkosten der Teilnehmer und Betreuer. Hinzu kommen noch Materialkosten (Stifte, Papier etc) und Raummiete für einen Tagungsraum, ggf. auch Kosten für Ausflüge.
Taschengeld: Jeder „weltwärts-Teilnehmer“ erhält ein monatliches Taschengeld von 100 Euro.
Auslandsversicherung: Alle Teilnehmer sind im Ausland kranken-, unfall-, und haftpflichtversichert gemäß den weltwärts-Richtlinien.
Flüge: Auch wenn AFS versucht über Gruppenkontingente möglichst günstige Flüge zu bekommen: Flüge nach Übersee sind teuer und alle Flüge müssen individuelle Umbuchungsmöglichkeiten enthalten, was die Preise zusätzlich in die Höhe treibt.